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Jahresbilanz 2011

Trotz des schlechten Wetters im Dezember konnte ich auf dem Rollentrainer Cycletrack Speedmatic T1810 von Tacx meine Jahresfahrleistung noch auf 4.287,7 km verbessern und habe dabei festgestellt, dass nach einer halben Stunde “Kellertraining” der gefühlte Trainingseffekt höher ist als nach zwei Stunden Tour in der Landschaft. Grund ist hier sicher der kontinuierliche Tritt bei erhöhter Pulsfrequenz. Leider ist bei einer Ø-Geschwindigkeit von über 40 km/h der Geräuschpegel sehr hoch und das Anstarren der nackten Kellerwand  ist auch nicht als besonders erbauend zu bezeichnen. So freue ich mich doch schon auf das Frühjahr, wenn es denn heißt: “Zwischen Gartenhaus und Gartenhaus ist das Ilmtal am schönsten!”

Trainingstagebuch 2011

Tour

Radtour

Bei 7°C , Sonnenschein und leichtem Westwind ging es 24.11.2011 noch einmal auf die Piste, um die 4.000 km-Marke zu knacken. Mit einer Tour auf meiner Hausstrecke nach Weimar ist mir dies auch wunderbar gelungen, 35 km sind eben keine Hürde mehr. Nun ist die Freiluftsaison aber wirklich beendet, denn bei diesen Temperaturen macht es keinen richtigen Spaß mehr. Trotz warmer Funktionskleidung tun die Nieren weh. Morgen wird das Fahrrad gewaschen, dann geht es im Keller auf die Rolle und erst bei ≥ 10°C wird wieder draußen gefahren.

War aber ein schönes Jahr: 123 Touren, keine Stürze oder Unfälle, 2 Reifen und 4 Schläuche verbraucht – Was will man mehr!

Strecken bei bikemap.net

Das selbst gesteckte Ziel waren 3.500 km. Bei goldenem Oktoberwetter konnte ich mit 3.523 km sogar noch ein paar Kilometer drauflegen und nun die offizielle Freiluftsaison für beendet erklären. Für diesen Höhepunkt bin ich noch einmal meine Lieblingsstrecke nach Weimar gefahren und konnte die 37,7 km bei sehr schwachem Wind in 01:45:42 Std. bei Ø 21,4 km/h zurücklegen.

http://www.bikemap.net/route/1299163

Jedes zum Zwiebelmarkt findet parallel im ehem. Bahnbetriebswerk an der Eduard-Rosenthal-Str. das Eisenbahnfest zum Zwiebelmarkt statt. Das Motto 2011 war “Treffen der DR-Schnellzuglokomotiven”  Besonderer Höhepunkt war die 143 117 in einer vorübergehenden Sonderlackierung als 243 117  ”Weiße Lady” – ein echter Hingucker.

Linktip: Thüringer Eisenbahnverein

Testbild…

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… zum bloggen via Handy

Noch aktueller …

Jetzt gibt es WordPress auch fürs Smartphone, so kann ich nun auch von unterwegs aktuell bloggen.

Tachostand: 3.009,6 km

14.09.2011 – 19°C bei wechselnd bewölktem Himmel und Wind der Stärke 5: Eigentlich nicht gerade ideales Radwetter, dennoch musste ich diese Tour noch erledigen. Denn mit der Runde über Weimar, Umpferstedt und Apolda stand die letzte Fahrt bis zum selbst gesteckten Ziel von 3.000 km im Jahr an. Trotz des extremen Windes und mit enormen Kraftaufwand ging es auf dem Ilmtal-Radwanderweg nach Weimar. Um nun aber keine bloße “Hin-und-zurück-Strecke” zu bewältigen, wählte ich die zugegeben nicht ganz risikofreie Variante mit den Bundesstraßen 7 und 87. Da die Straßen aber ausreichend breit und übersichtlich sind, ist dies verantwortbar. Im Gewerbegebiet Umpferstedt dann ein kräftiger Schluck aus der Trinkflasche, denn genau hier war die 3.000 voll!

Nun geht es weiter, denn der Herbst soll schön werden und für die Rolle bleibt im Winter noch genug Zeit.

Weimar - Umpferstedt - Apolda

Theoretisch sind es bei ca. 100 km pro Woche noch 5 Wochen und ich habe mein selbst gestecktes Jahresziel von 3.000km erreicht. Das sind dann immerhin 800 km mehr als im Jahr 2010. Ist machbar!

Route auf bikemap.net

Die Sage vom Leckarsch zu Kranichfeld:

Vor vielen Jahren lebten die Brüder Wolfer und Lutger gemeinsam auf dem Oberschloss. Nach einem Streit teilten sie den Besitz. Wolfer behielt das Schloss, Lutger zog in die Ferne. Zuvor aber deutete er zu dem heutigen Standort der Niederburg und rief: “Ich komme zurück und werde dorthin eine Burg bauen.” Wolfer daraufhin höhnisch: “Wenn dir das gelingt, werde ich mich am Arsche lecken!”. Nach Jahren kehrte Lutger zurück und baute tatsächlich gegenüber die Burg. Wolfer musste sein Ritterehrenwort halten und das Unmögliche tun, wobei er ums Leben kam. Zum Andenken ließ Lutger den Wolfer am Südwesterker des Oberschlosses in der anstößigen Stellung in Stein gehauen abbilden.  

Die Geschichte, deren Wahrheitsgehalt wohl kaum belegt sein dürfte, und das daraus resultierende Relief am Oberschloss sind die Wahrzeichen der Stadt Kranichfeld im Süden des Weimarer Landes. Schon oft haben wir der Zweiburgenstadt einen Besuch abgestattet, aber noch nie waren wir auf der 2010 fertiggestellten Aussichtsplattform des restaurierten Bergfrieds, auch Dicker Turm genannt. Von hier hat man einen herrlichen Blick von den Ausläufern des  Thüringer Waldes und über das mittlere Ilmtal. Auch rundherum bietet die Burgruine einen interessanten Einblick in die Baukunst vergangener Epochen und lädt zum Verweilen ein.

“Wenn Du schon einmal in Camburg bist, dann fahr doch mal über Tümpling, die Strecke ist sehr schön und es gibt kaum Verkehr.” Diese Worte meines Kollegen waren schon fast zu meinem persönlichen Trauma geworden. Egal, wo ich in Camburg abbog, immer wieder landete ich auf der Straße nach Stöben. Heute nun wollte ich es wissen… und zwar indem ich mich von der anderen Seite aus ganz (hinter)listig anschlich. Saaleradwanderweg, am Abzweig Stöben hielt ich mich unauffällig links der Bahnlinie und folgte einer in die Jahre gekommenen Landstraße. Nach 1,5 km – es geschehen noch Zeichen und Wunder – ein paar verfallene Mauerfragmente und dahinter lag Tümpling im Glanze seiner verschlafenen Idylle. Fast wäre mir ein “Heureka” entfahren.

Wieder zu Hause schnell den GPS-Tacho an den Rechner gehängt: 50,9 km bei Ø 21 km/h und Tümpling gefunden!

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